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Schnelligkeit, ein gutes Reaktionsvermögen, strategisches Denken, Kraft und nicht zuletzt Technik – all das benötigt man beim Squash spielen. Bei dieser Hochgeschwindigkeits-Schlagsportart kann man sich so richtig abreagieren und verbrennt dabei noch jede Menge Kalorien.
Geschichte und Verbreitung des Squash
Als Vorläufer des Squashspiels gilt das mittelalterliche englische Wandspiel Fives, welches der Überlieferung nach vor allem in Mönchs- und Gefängniszellen gespielt wurde. Das moderne Squashspiel entstand um 1830 in der Londoner Harrow School. Dabei versuchten zwei Spieler, mit einem Schläger einen weichen Ball so auf zwei im rechten Winkel zueinander stehende Wände zu spielen, dass er für den Widersacher nicht zu erreichen war.
Mit dem Ball hat auch der Name des Squashspiels zu tun. Das englische „to squash“ bedeutetet nämlich so viel wie „zerdrücken“ oder „zerquetschen“. Und genau das passiert mit dem Spielgerät, wenn es mit hoher Geschwindigkeit gegen eine Wand prallt.
Nach Deutschland kam das Squashspiel in den 1930er Jahren. Der große Boom setzte jedoch erst in den späten 1970ern ein und erreichte seinen Höhepunkt um 1990. Nach Angaben des Nationalen Squashverbandes tummeln sich rund 600.000 Deutsche regelmäßig auf den zahlreichen Squashplätzen im Lande. Hinzu kommen weitere 1,3 Millionen Gelegenheits-Squashspieler.
Squash spielen ist schnell und intensiv
Squash ist eines der wenigen Rückschlagspiele, bei dem die Kontrahenten das Spielfeld teilen. Gespielt wird auf eine Stirnwand und zwei Seitenwände, von denen der Ball unmittelbar ins Feld zurückprallt. Ziel des Spiels ist es, den Ball mit seinem Racket so zu schlagen, dass der Gegner ihn nicht mehr erreicht, bevor er zum zweiten Mal den Boden berührt.
Die Bälle werden mit bis zu 200km/h auf die Wand gespielt, weswegen das Spiel unglaublich schnell ist und die Akteure ständig in Bewegung sind. Zeit zum Verschnaufen gibt es nur zwischen den Ballwechseln. Das hohe Tempo wirkt sich auch auf den Kalorienverbrauch aus: Der ist so hoch wie in kaum einer anderen Sportart. Ein 80 Kilogramm schwerer Mann verbrennt bei entsprechender Intensität bei einer Stunde Spielzeit an die 1.000kcal. Da können ansonsten nur intensive Lauf- und Radeinheiten mithalten. Squash ist somit ein zeitsparender Fitmacher.
Das Equipment beim Squash
Wichtig für Anfänger und Neugierige: Zum Squash spielen benötigt man eigentlich nur Hallensportschuhe und kurze Sportkleidung. Schläger und Bälle kann man sich in den meisten Squashcentern für kleines Geld leihen. Ansonsten sind die Schläger (aus Graphit/Carbon, ca. 50 bis 200 Euro) und Bälle (unter 5 Euro/Stück) verhältnismäßig günstig zu haben.
Die Bälle sind ungefähr so groß wie ein Golfball, bestehen aus Gummi und sind mit 23,5 bis 24,5 Gramm Gewicht relativ leicht. Es gibt es sie in verschiedenen Härtegraden: Weiche Bälle sind schneller und springen höher als harte Bälle. Sie sind für Anfänger, die noch nicht so viel Kraft in den Schlag bringen, am besten geeignet. Fortgeschrittene spielen mit härteren Kugeln, die nicht so hoch springen und deshalb schwieriger zu spielen sind.