Die besten fussballplätze in günstig online buchen!

Telefonische Beratung & Buchung

0221­ 789 ­883-0Mo. bis Fr.: 9-22 Uhr
Sa. und So.: 9-20 Uhr


Die Abseitsregel

Der Fussball hat – im Vergleich zu so manch anderer Sportart – recht viele Regeln. Doch um kein Reglement ranken sich so viele Mythen und Halbwahrheiten wie um das Abseits. Wann bei einem Fussballspiel ein solcher Regelverstoß vorliegt, mag selbst so mancher Vollprofi hier und da nicht zu erkennen – oder zu erklären, denn die genaue Abgrenzung gestaltet sich zuweilen schwierig. Richtig abenteuerlich wird es, wenn sich Gelegenheitsfussballer und absolute Nichtkenner an die Erläuterung der Abseitsregeln heranwagen. Daher gilt seit einer gefühlten Ewigkeit die Vorstellung: Wer das Ganze treffend und verständlich auf den Punkt bringen kann, versteht auch was von Fussball.

Mittelweg zwischen Fairness und Spieldynamik

Wohlgemerkt gibt es Abseitsregeln nicht nur im Fussball, sondern auch im Rugby oder dem Eishockey. Beim Fussball gibt es die sogenannte „Offside“-Regel bereits seit Beginn der reglementierten Ausführung dieser Sportart, die Anfang des 19. Jahrhunderts ihren Lauf nahm. Diese Tatsache ist spannend, waren damals doch weder die Größe der Tore, noch die Anzahl der Spieler auf dem Feld einheitlich vorgegeben. Der Urgedanke, aus dem die moderne Abseitsregel schließlich resultierte, lässt sich schnell zusammenfassen: Es ist unfair, hinter dem Rücken der gegnerischen Spieler ein Tor zu verwandeln. Im Hinblick darauf soll die Abseitsregel unter anderem auch verhindern, dass sich ein Spieler von Anfang an neben das gegnerische Tor stellt, auf einen Pass aus dem hinteren Bereich des Felds wartet und den Ball schließlich mühelos verwandelt.

Die Regeln von heute

Die FIFA definiert die Regeln heute wie folgt: So liegt eine Abseitsstellung vor, wenn sich der angreifende Spieler zum Zeitpunkt des Abspiels in der gegnerischen Hälfte befindet und der Torlinie näher ist, als der Ball und der vorletzte Abwehrspieler. Dabei ist es nicht von Relevanz, ob die beiden Abwehrspieler Feldspieler sind oder sich das Duo aus Torwart und einem Feldspieler zusammensetzt. Wenn es um die Bemessung des erwähnten Abstands von der Torlinie geht, darf der Schiedsrichter nur den Rumpf und den Kopf des Spielers berücksichtigen, nicht jedoch seine Arme.

Abwehrspieler müssen sich nicht auf dem Platz befinden

Die beiden Abwehrspieler müssen sich derweil nicht unbedingt auf dem Platz befinden. Eine Ausnahme liegt nur dann vor, wenn der Spieler den Platz zuvor mit Zustimmung des Schiedsrichters verlassen hat. Diesen Regeln liegt ein einfacher Gedanke zugrunde: So ist es nicht möglich, dass einer der Abwehrspieler den Platz über die Toraus- oder Seitenlinie verlässt, um die angreifende Partei vorsätzlich in eine Abseitsstellung zu bringen. Eine Abseitsstellung stellt im modernen Fussball nicht grundsätzlich einen Regelverstoß dar. Erst wenn der Spieler agiert – also den Ball spielt oder den Gegner in irgendeiner Weise beeinflusst – greift der Schiedsrichter ein. In einem solchen Fall folgt ein indirekter Freistoß. Verwarnungen oder gar Feldverweise werden nicht erteilt.

Regeln im Wandel der Zeit

Das Regelwerk ging übrigens mit der Zeit: Die erste Version der Abseitsregel aus dem Jahr 1863 erlaubte lediglich Rückpässe nach hinten. Da dies die Dynamik des Spiels doch arg einschränkte, wurde diese Idee aber schon nach drei Jahren gekippt. Bis 1925 lag der Verstoß vor, wenn zumindest drei der verteidigenden Spieler zwischen der Torlinie und dem Angreifer standen.