
Immer mehr Skifahrer und Snowboarder fliehen vor dem ameisengleichen Getümmel auf den übervollen Pisten, raus in die Freiheit und Individualität des ungesicherten und nicht kontrollierten Bereichs der Berge.
Dieser Drang nach Freiheit, Abenteuer und Selbstbestimmtheit, danach Grenzen zu überwinden scheint nur logisch bei unseren stringent durchgeplanten Lebensläufen, unserem automatisierten Alltag mit all den sehr kalkulierbaren Risiken. Befeuert wird der Enthusiasmus professioneller Skifahrer und Snowboarder in den zahlreichen Filmen, die stets pünktlich zum Saisonstart auf den Markt kommen.
Immer wieder bezwingen Freerider dabei steile Hänge, springen über schroffe Klippen, fahren galant durch engste Rinnen und gleiten nahezu schwerelos über weite Neuschneefelder.
Einer der bekanntesten Filme kommt Jahr für Jahr von Warren Miller Entertainment, einer US-amerikanischen Produktionsfirma. Warren Miller hat dieses Genre zwar nicht erfunden, aber er ist hier seit 61 Jahren zu Hause.
Der mittlerweile 86-jährige Mann aus Kalifornien drehte über 750 Sportfilme, darunter jedes Jahr den großen „Warren Miller Ski- und Snowboardfilm“. Er hat es dabei immer wieder geschafft, sich von der Masse abzuheben. Wohl auch deshalb ist er heute damit erfolgreicher denn je.
Auch wenn er selber mittlerweile nicht mehr hinter der Kamera steht, folgen die rund zweistündigen Filme alle einer eigenen Geschichte: Sie porträtieren Rider auf ihren abenteuerlichen Reisen rund um die Welt, geben mit Aufnahmen Einblick in entlegene, kaum bekannte Bergregionen und erzählen skurrile Schneesportgeschichten.
Statt ausschließlich Trick an Trick zu reihen und mit angesagter Hip-Hop- oder Punkmusik zu unterlegen, stehen persönliche Lebensphilosophien und Gedanken der Protagonisten im Vordergrund. Gedreht wird aufgrund der eisigen Temperaturen und harschen Bedingungen nach wie vor analog, nicht digital.
Keine andere Technik ist da so zuverlässig. Der Film wurde in hochwertiger HD-Qualität produziert. Begleitet wird der Film von Warren Millers teils berühmten Zitaten… „If you don't do it this year, you'll be one year older when you do”.
Im aktuellen Film Warren Miller’s Wintervention, der ab November in unsere Kinos kommt, sind so auch wieder einige der derzeit weltbesten Skifahrer und Snowboarder bei ihren jüngsten Abenteuern zu sehen. Neben Altmeister Chris Davenport und Reggie Christ, sind JJ Thomas, Lindsey Vonn, Lorraine Huber und Hugo Harrison als Protagonisten dabei, sowie die Youngsters Andy Mahre, Jossi Wells und Zach Black.
Besonders ist im diesjährigen Film eine Bootsreise von Argentinien bis in die Antarktis, bei dem die jungen Männer und Frauen sich auf die Suche nach einigen der wenigen noch niemals befahrenen Hänge der Welt begeben. Andere Wagemutige haben sich, begleitet vom ebenfalls couragierten Kamerateam, in die Tiefen des Kaukasus in Georgien vorgewagt.
Tolle Bilder wurden zudem eingefangen auf einer Expedition zum nördlichen Polarkreis und in Spitzbergen. Bei den Aufnahmen kann man die teilweisen Grenzerfahrungen, die die Athleten dort weit abgeschieden mitten in der Natur am eigenen Leib erfahren, mit erleben.
Neben den abenteuerlichen Beiträgen, gibt es aber natürlich auch einiges an Action zu sehen. Gedreht wurde bei den World Freeride Championships in Neuseeland und beim Heliskiing in Kanada und Alaska. Die junge Generation zeigt ihre neuesten Freestyle-Tricks in Parks und Pipes in Colorado und Utah.
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