Der Ball beim Badminton ist im wahrsten Sinne des Wortes federleicht: Das Spielgerät bringt nur rund fünf Gramm auf die Waage. In höheren Ligen spielt man zumeist mit einem Badmintonball, der aus echten Federn und Kork besteht. Es gibt jedoch auch Alternativen aus Kunststoff, die weniger Geld kosten und mit denen Freizeitsportler gut bedient sind.

 

 

Profis spielen mit Naturfederbällen

Ambitionierte Hobbyspieler und Profis spielen gerne mit einem Badmintonball aus natürlichen Materialien. Der wichtigste Bestandteil sind exakt 16 Federn, die entweder von Enten oder von Gänsen stammen können. Ihre Spitzen zeigen in Richtung des Kopfes, der zumeist aus Kork besteht.

 

 

Herstellung des Badmintonballs ist reine Handarbeit

Die 16 Enden der Federn werden in den Kopf eingeklebt. Bis heute gibt es dafür kein industrielles Verfahren. In einem Badmintonball steckt deshalb fast immer Handarbeit. Aus Kostengründen wird diese Arbeit in asiatischen Ländern mit einem relativ niedrigen Lohnniveau erledigt. Bei der Anordnung der Federn sind eine ruhige Hand und eine sehr genaue Arbeitsweise erforderlich. Nur so ist sichergestellt, dass jeder Badmintonball desselben Typs vergleichbare Flugeigenschaften aufweist.

 

 

Bälle in unterschiedlichen Geschwindigkeiten

Badmintonball ist keineswegs gleich Badmintonball. Die Geschwindigkeit, mit der er in die gegnerische Hälfte des Spielfeldes fliegt, wird durch eine Reihe von Faktoren beeinflusst. Von Bedeutung ist natürlich, wie hart der Spieler den Ball schlägt. Auch die Temperatur und die Luftzirkulation haben großen Einfluss. Darüber hinaus spielt aber auch die sozusagen „eingebaute“ Geschwindigkeit eine Rolle. Es gibt nämlich eher langsame und eher schnelle Bälle, die sich in verschiedene Klassen einteilen lassen. Ein Badmintonball mit einer Geschwindigkeit von 75 gilt als vergleichsweise langsam, während ein Ball mit der Geschwindigkeit 78 relativ schnell ist. Jeder Badminton-Spieler kennt außerdem einen Trick, der dem Ball ein höheres Tempo ermöglicht: Man knickt die Spitzen der Federn ein wenig nach innen oder nach außen.

 

 

Preiswerte Alternative: Badmintonball aus Kunststoff

Auch wenn sie zu relativ geringen Kosten in Asien produziert werden, sind Badmintonbälle aus echten Federn und Kork kein allzu preiswertes Vergnügen. Viele Hobbyspieler greifen deshalb auf die deutlich günstigeren Alternativen aus Kunststoff zurück. Sowohl die Federn als auch der Kopf des Balls bestehen hier aus Plastik. An die überragenden Flugeigenschaften, durch die sich ein Badmintonball aus Naturfedern auszeichnet, kommt die Kunststoff-Variante zwar nicht heran – für die meisten Hobbyspieler reicht die Leistungsfähigkeit der Bälle aus Kunststoff aber vollkommen aus.