Lohnt sich der Eintritt in einen Badmintonverein?

Badminton ist durch und durch ein Vereinssport – vor allem in der BRD. Dies ist auch der Tatsache geschuldet, dass Badminton Vereine in unseren Breitengraden auf eine besonders lange Tradition zurückblicken: Anno 1902 wurde mit dem Bad Homburger Badmintonclub der erste Verein außerhalb Englands gegründet, wo die Rückschlagsportart ursprünglich ihren Lauf nahm. Da es zu Beginn des Jahrhunderts sowohl an geeigneten Spielstätten, als auch an Spielgerät mangelte, musste sich der Verein schon bald wieder auflösen. Der nächste Popularitätsschub ließ danach bis in die 1950er Jahre auf sich warten. Erst mit der ersten Deutschen Meisterschaft sowie der Etablierung des Deutschen Badminton-Verbands (DBV) setzte ein wachsender Zuspruch ein.

Badminton Vereine leben vom Gemeinschaftsgefühl

Wer Badminton nicht nur gelegentlich, sondern halbwegs regelmäßig und vor allem auf einem gewissen Leistungsniveau spielen möchte, muss sich mit dem Thema Badminton Vereine beschäftigen oder selber Plätze buchen. Badmintonclubs haben auf den ersten Blick verschiedene Vorteile: Einerseits hat man oft Zugriff auf eine Spielstätte, die durchgehend beziehungsweise zu bestimmten Zeiten regelmäßig allen Mitgliedern zugänglich ist. Daneben steht natürlich das Gemeinschaftsgefühl an erster Stelle: So werden Fahrten, Turniere und sonstige gemeinsame Aktivitäten organisiert, um die „Truppenmoral“ zu steigern. Diese soziale Komponente ist so manchem Vereinsmitglied wichtiger als der eigentliche Sport. Im Hinblick darauf sollten Sie sich vor der Suche nach einem Badmintonclub genau fragen, wo eigentlich Ihre Motivation liegt.

Selber Plätze buchen und Monatsbeiträge sparen

Bei der Entscheidungsfindung sind auch verschiedene Nachteile in Erwägung zu ziehen. So kosten Badminton Vereine in der Regel eine Monats- oder Jahresgebühr. Diese zahlen Sie auch dann, wenn Sie die Angebote des Badmintonclubs gerade nicht nutzen – so beispielsweise während Reisen und krankheitsbedingten Ausfallzeiten. Wenn Sie auf eigene Faust Plätze buchen und sich mit Freunden oder Kollegen zu einem spontanen Spiel verabreden, haben Sie diesen finanziellen Nachteil nicht – Sie zahlen nur dann, wenn Sie die Spielstätte auch wirklich nutzen möchten. Die besagte soziale Komponente von Badminton Vereinen muss bei einem solchen Vorgehen keinesfalls zu kurz kommen. So steht es Ihnen frei, einen eigenen, kleinen Badmintonclub mit ihren regelmäßigen Mitspielern zu organisieren und auch fernab des Courts etwas gemeinsam zu unternehmen.

Stets spontan und flexibel spielen

Sofern Sie Badmintonplätze buchen möchten, haben Sie mittlerweile auch fernab der Ballungszentren eine sehr große Auswahl. Der Badmintonsport hat den Sprung aus der Nische längst geschafft, so dass nicht nur große Sportstätten mit modern ausgestatteten Plätzen aufwarten können. Der Vorteil am Badminton: Es braucht nicht viel, um direkt starten zu können – mit einem Netz ist es bereits getan. Als Spielmarkierungen können die Aufschlaglinien des Tenniscourts herhalten. Sofern Sie online Plätze buchen, können Sie Ihre Spielstätte mit wenigen Klicks von zuhause reservieren und auch einmal spontan zu einer Partie aufbrechen.

Badmintonclub beitreten oder selber Plätze buchen?

Ob sich Badminton Vereine und Badmintonclubs am Ende des Tages auszahlen, lässt sich nicht pauschal beantworten. Als Fazit kann man festhalten, dass Menschen mit einem langfristigen, professionellen Anspruch an ihre sportlichen Leistungen in Badminton Vereinen gut aufgehoben sind. Wer eher spontan und unregelmäßig spielt und nicht unbedingt einen harten Wettkampfanspruch hegt, sollte selber Plätze buchen – bedarfsabhängig und flexibel.