Um beim Badminton einen Ball auf der Vorhand zu erreichen, nutzt man häufig den Chinasprung. Es handelt sich um eine der wichtigsten Techniken beim Badminton, die frühzeitig trainiert werden sollten. Erfahrene Trainer wissen nämlich: Wenn sich falsche Bewegungsmuster erst einmal eingeschliffen haben, lassen sie sich nur schwer wieder austreiben.

 

 

Den Chinasprung üben

Badminton-Anfänger tun gut daran, sich im Rahmen von „Trockenübungen“ mit der richtigen Lauftechnik und Sprüngen wie dem Chinasprung vertraut zu machen. Sie sollten also mit ihrem Trainer oder einem routinierteren Spieler die Bewegungsabläufe zunächst ohne Ball üben. Die Besonderheit des Chinasprungs besteht darin, dass er mit beiden Beinen ausgeführt wird. Es gibt also nicht nur ein Absprungbein. Ihren Namen verdankt die Sprungtechnik der Tatsache, dass sie im Reich der Mitte erfunden wurde.

 

 

So springt man richtig

In den meisten Fällen erfolgt der Chinasprung im Anschluss an eine Laufbewegung. Schließlich gilt es zunächst einmal, in eine möglichst gute Schlagposition zu kommen. Man beobachtet also die Flugbahn des Balles und läuft zu dem Punkt, an dem er angenommen werden soll. Beim Badminton sollte der Spieler den Ball möglichst nicht aus den Augen lassen – er läuft also rückwärts oder im Idealfall seitwärts. Diese Lauftechnik wird als Sidestep bezeichnet. Der Übergang vom Sidestep zum Chinasprung gestaltet sich fließend. Unmittelbar vor dem Absprung sollten beide Beine etwa schulterbreit auseinander stehen. Der Absprung erfolgt mit beiden Beinen, auch die Landung erfolgt auf dieselbe Weise.

 

 

Den Ball optimal treffen

Um den Schlag während des Chinasprungs optimal ausführen zu können, ist eine leichte Drehung des Körpers in der Luft nötig. Geschlagen wird immer mit der Vorhand. Allerdings sind die Schläge aus dem Sprung heraus in der Regel nicht so kraftvoll wie in anderen Situationen. Hier steht nämlich der Oberkörper nicht wie gewohnt als Schwungmasse zur Verfügung. Zudem gilt die Kombination aus schneller Seitwärtsbewegung und Chinasprung als relativ kräftezehrend. Man sollte also über eine gute Kondition verfügen, wenn man diese Technik häufiger einsetzen will – zumal unmittelbar nach der Landung bereits die Gegenbewegung beginnt. Unter Ausnutzung des Schwungs läuft man sofort zurück in die Mitte des Spielfeldes. Andernfalls würden zu große Räume auf der anderen Seite des Feldes frei werden, die den Gegner zum Schmettern geradezu einladen würden.