Ebenso wie beim Tennis sind auch beim Badminton zwei verschiedene Spielweisen möglich: Zwei Gegner können in einem Einzel gegeneinander antreten, oder zwei Teams mit jeweils zwei Mitspielern treffen sich zum Doppel.

 

 

Der Klassiker: Damendoppel oder Herrendoppel

Der Klassiker beim Badminton-Doppel sind Paarungen mit Spielern des gleichen Geschlechts. Es treten also zwei Frauen gegen zwei andere Frauen beim Damendoppel an oder zwei Männer gegen zwei andere Männer beim Herrendoppel.

 

 

Die Alternative: Gemischtes Doppel

Die Trennung nach Geschlechtern ist aber keineswegs vorgeschrieben. Vielmehr können beim Badminton auch „gemischte Teams“ mit jeweils einer Dame und einem Herrn an den Start gehen. Die Regeln sind sowohl bei gleichgeschlechtlichen als auch bei gemischtgeschlechtlichen Begegnungen identisch. Allerdings zeigen sich normalerweise bei der Aufteilung des Spielfeldes Unterschiede: Während Männer ihre Vorteile in Sachen Kraft und Reichweite beim Spiel aus dem hinteren Feldbereich nutzen, agieren die flinken und agilen Frauen in der vorderen Hälfte des Feldes.

 

 

Nach jedem Fehler wechselt der Aufschlag

Seit dem Jahr 2006 gilt im Badminton eine neue Zählweise. Es gilt seither die Rallypoint-Regel, nach der jeder Ballwechsel zu einem Punkt führt. Früher konnte sowohl beim Einzel als auch beim Doppel nur der jeweils aufschlagberechtigte Spieler beziehungsweise das aufschlagberechtigte Team punkten. Dies ist seit der Neuregelung der Zählweise anders. Seither wechselt der Aufschlag auch nach jedem Fehler. Ein Team kann also solange aufschlagen, bis es einen Fehler macht. Sind die Spielerpaare beim Badminton-Doppel jeweils gleichen Geschlechts, wechselt der Aufschläger ebenfalls von Fehler zu Fehler. In den Teams werden also die Positionen komplett getauscht. Beim gemischten Doppel hingegen bleiben die taktischen Positionen unabhängig vom Aufschlagwechsel erhalten. Praktisch bedeutet dies, dass der männliche Spieler zumeist auch dann hinter der Frau steht, wenn diese aufschlägt. Sobald der Ball ihren Schläger verlassen hat, läuft sie wieder in den vorderen Bereich des Spielfeldes.

 

 

Spiel, Satz und Sieg

Nach der seit 2006 gültigen Zählweise gewinnt beim Badminton-Doppel das Team einen Satz, das zuerst 21 Zähler und dabei mindestens zwei Punkte Vorsprung erreicht hat. Ein denkbarer Spielstand zum Satzgewinn ist also zum Beispiel 21:19. Ein 21:20 hingegen würde nicht reichen. In diesem Fäll müsste weitergespielt werden, bis der Vorsprung von zwei Punkten erreicht ist. Damit sich ein Doppel beim Badminton nicht zu lange hinzieht, gilt dieselbe Einschränkung wie beim Einzeln: Ab 30 Punkten genügt ein Vorsprung von einem Punkt. Auch beim Doppel kann also ein Team das andere mit 30:29 besiegen. Um die komplette Partie für sich zu entscheiden, muss die Mannschaft zwei von maximal drei Sätzen gewinnen.