Eine gute Schlagtechnik allein reicht bei Weitem nicht aus, um im Badminton erfolgreich zu sein. Weitere wichtige Bausteine auf dem Weg zum Sieg sind gute Beinarbeit und ein aufmerksames Beobachten des Gegners. Es gilt, immer auf der Hut zu sein und den nächsten Schlag des Gegenübers vorauszusehen. Die empfohlene Haltung, in der man den nächsten Ball erwarten sollte, wird mit der Abkürzung IGEA beschrieben.

 

 

Den Ball immer im Blick

IGEA – jeder der vier Buchstaben steht für ein Wort: isoliert gespannte erregte Aktionsbereitschaft. Ein aufmerksamer Blick auf den Gegner und auf die Flugbahn des Balles ist beim Badminton von entscheidender Bedeutung. Der Blick soll „isoliert“ den Ball betrachten und ihn während des gesamten Fluges fixieren. Auch beim Laufen, beim Positionswechsel und beim Springen muss das Auge stets auf den fliegenden Ball gerichtet sein. Sobald er den gegnerischen Schläger verlassen hat, lassen sich sein weiterer Flug und der Punkt des Auftreffens in der eigenen Hälfte gut vorhersehen. Die verbleibenden Sekunden oder manchmal nur Sekundenbruchteile müssen genutzt werden, um eine gute Schlagposition zu erreichen.

 

 

Gespannt wie ein Bogen

„Gespannt“ soll beim Badminton-Spieler gemäß der IGEA-Formel die Muskulatur sein, insbesondere die Muskeln in den Beinen und Füßen. Ist die Sehne eines Bogens gespannt, kann sie den Pfeil nach der Auflösung der Spannung mit einem gewaltigen Tempo nach vorne schleudern. Genauso schwungvoll soll der Spieler beim Badminton nach vorne oder zurück springen und laufen können, um den Ball zu erreichen.

 

 

Jederzeit bereit zum Einsatz

Das „E“ in IGEA steht für „erregt“, was aber nicht den Gemütszustand in einem hitzigen und spannenden Spiel meint. Vielmehr soll die Muskulatur in den Armen erregt, oder besser: in Bewegung sein. Beim Badminton kommt es buchstäblich auf jede Sekunde an. Schon minimale Verzögerungen in den Bewegungsabläufen können dazu führen, dass der Ball zu Boden fällt und der Punkt an den Gegner verloren geht. Deshalb geht es darum, die Reaktionszeiten so weit wie möglich zu verkürzen. Lässt der Spieler den Schläger in seiner Hand in Erwartung des kommenden Balls vibrieren, kann er viel schneller reagieren, als würde er den Schläger nur locker baumeln lassen.

 

 

Volle Konzentration

Der letzte Bestandteil der IGEA-Formel ist die Aktionsbereitschaft. Hier geht es um die richtige Einstellung und um bestmögliche Konzentration. Der Spieler sollte alles ausblenden, was abseits des Spielfeldes geschieht. Volle Konzentration aufs Badminton ist gefragt, für Ablenkungen ist kein Platz. Nur dann ist der Badminton-Spieler in der Lage, blitzschnell zu reagieren und auch sehr schwierige Bälle noch zu erreichen.