Schon mit dem Aufschlag entscheidet man, ob man eher defensiv oder offensiv spielen möchte. Schlägt man ihn weit und hoch nach hinten, hat der Gegner mehr Zeit, den Ball zurück zu schlagen. Selber hat man ebenfalls die Chance, sich gut zu positionieren. Diese Spielweise ist eher defensiv. Man kann mit einem flachen, kurzen Aufschlag auch Druck auf den Gegner machen. Hier muss man sich aber im Klaren sein, dass der den Ball entsprechend schnell zurückschlägt. Man hat also auch selbst weniger Zeit, sich zu positionieren.

Grundsätzlich muss der Aufschlag unter der Gürtellinie gespielt werden. Ob mit Vor- oder Rückhand, ist egal. Man unterscheidet zwischen vier Varianten:

Badminton spielen: Der hohe Aufschlag

 Der hohe Aufschlag sollte mit der Vorhand möglichst dicht an die gegnerische Grundlinie gespielt werden. Im Idealfall erreicht der Ball kurz vor der Grundlinie seinen höchsten Punkt und fällt danach wie ein Stein nach unten. Dadurch ist er für den Gegner schwerer einzuschätzen. Da ein guter Spieler hier aber direkt angreifen kann, sollte man den hohen Aufschlag ab einem höheren Niveau nur noch selten einsetzen.

 Der kurze Aufschlag beim Badminton spielen

 Vor allem im Doppel bzw. ab einem höheren Niveau wird bevorzugt der kurze Aufschlag gespielt. Dabei sollte man den Ball mit der Vor- oder der Rückhand so spielen, dass er kurz vor der Netzkante seinen höchsten Punkt erreicht und dann möglichst knapp ins Aufschlagfeld fliegt. Das erfordert natürlich etwas Übung, denn spielt man den kurzen Aufschlag zu hoch, hat der Gegner leichtes Spiel.

Der Drive-Aufschlag

Geübte Spieler setzen auch den Drive- und den Swip-Aufschlag als Überraschungsvarianten ein. Beim Drive wird der Ball möglichst hart und flach auf die Rückhand oder den Körper des Gegners gespielt. Der Schläger wird dabei möglichst hoch gehalten, wobei der Schaft abwärts gerichtet und der Ball unterhalb der Taille getroffen werden muss. Diese Variante ist aber gerade für Anfänger nur schwer zu returnieren.

Der Swip-Aufschlag

Am schwersten zu spielen ist der Swip-Aufschlag. Dabei wird ein kurzer Aufschlag angetäuscht. Erst im letzten Moment wird der Ball aus dem Handgelenk heraus beschleunigt. Ziel ist, den Ball doch noch über den Gegner zu spielen, damit dieser nur im Rückwärtslaufen returnieren kann. Der Swip verlangt aber viel Können. Bei Anfängern bleibt es meistens beim Versuch, der von einem Smash zu Ungunsten des Aufschlägers beendet wird.