Futsal bezeichnet eine Variante des Hallenfußballs, die den offiziellen Segen des Weltfußballverbandes hat. Die FIFA-Regeln sind in allen Ländern gleich, so dass beim Futsal Teams aus aller Welt gegeneinander antreten können.

 

 

Hallenfußball mit einheitlichen Regeln

Hallenfußball gibt es auch in Deutschland schon seit vielen Jahren. Die offizielle FIFA-Variante, das Futsal, ist hingegen hierzulande noch relativ neu. Der Fußballverband gibt klare Regeln vor, in denen auch die Anforderungen an die Sporthalle festgeschrieben sind. Ein wichtiger Unterschied zum klassischen Hallenfußball: Futsal wird nie mit Bande gespielt, sondern es gibt immer seitliche Begrenzungslinien. Die Grundlage dafür bilden die Handballfelder, die in vielen Hallen dauerhaft auf dem Boden markiert sind. Die Breite des Feldes beträgt zwischen 20 und 25 Metern, die Länge mindestens 38 und höchstens 42 Meter. Auch die Tore, die beim Futsal zum Einsatz kommen, sind dieselben wie beim Handball. Es stehen je Mannschaft fünf Spieler auf dem Feld, die mit einem standardisierten Ball kicken. Dessen Umfang ist mit 62 bis 64 Zentimeter kleiner als der Umfang eines „normalen“ Fußballs, wie er beim Spiel unter freiem Himmel verwendet wird. Es werden zwei Halbzeiten mit jeweils 20 Minuten Dauer gespielt.

 

 

Fouls summieren sich

Sehr körperbetontes Spiel gehört beim klassischen Fußball oft dazu. Erst wenn einzelne Spieler klare Fouls begehen oder sich grob unsportlich verhalten, schreitet der Schiedsrichter ein. Jeder Spieler hat sozusagen ein eigenes „Punktekonto“ - nach zu vielen Regelverletzungen gibt es erst eine gelbe und später die rote Karte. Beim Futsal ist das grundlegend anders. Hier zählen nicht die Verfehlungen des einzelnen Spielers, sondern der kompletten Mannschaft. Alle Fouls, egal welche Spieler sie begangen haben, werden aufsummiert. Diese Regel, nach der sämtliche Mannschaftsfouls gezählt werden, kennt man vom Basketball. Fünf Fouls je Team pro Halbzeit bleiben beim Futsal ohne Folgen. Jedes weitere Foulspiel führt jedoch automatisch zu einem direkten Freistoß vom Zehn-Meter-Punkt aus. Die verteidigende Mannschaft darf dabei keine Mauer bilden.

 

 

Hohes Tempo dank der „Vier-Sekunden-Regel“

Futsal ist ein extrem temporeiches Spiel. Der Ball ist praktisch immer in Bewegung – dafür sorgt schon die „Vier-Sekunden-Regel“. Sie besagt, dass der Ball nicht länger als vier Sekunden ruhen darf. Kontrolliert ihn ein Akteur im laufenden Betrieb länger, ohne sich zu bewegen, schreitet der Schiedsrichter ein. Der Ballbesitz wechselt anschließend zum gegnerischen Team. Jedes Mal, wenn der Ball ruht, zeigt der Unparteiische deshalb mit den Fingern das Verstreichen der Zeit an.

 

 

Futsal in Deutschland und international

Deutschland hinkt in Sachen Futsal anderen Ländern noch hinterher. Erst im Jahr 2006 wurde erstmals ein Futsal-Cup unter der Regie des DFB ausgetragen. Eine offizielle Nationalmannschaft gibt es derzeit noch nicht, auf internationalem Parkett tritt lediglich eine „inoffizielle“ Auswahlmannschaft an.