Indoor Soccer ist mehr als Spielen in einer Turnhalle

Der Indoor Soccer – früher schlicht als „Hallenfussball” bekannt – hat sich von einem Nischentrend zu einem Massenphänomen gemausert. Noch vor einer nicht allzu langen Zeit hatte der Fussball ausschließlich im Freien stattzufinden. Dafür sprechen in erster Linie die Größe des Platzes, aber auch Faktoren wie Wetter und Untergrundbeschaffenheit. Schließlich braucht so mancher eingefleischter Fussballer einfach das Gefühl, sich hin und wieder kräftig in den Matsch schmeißen oder beim Abstoß etwas Gras aufwirbeln zu können. Beleuchtet man das Thema aus praktischen Überlegungen heraus, hat der Fussball im Freien sicherlich auch seine Nachteile: Bei starkem Regen- oder Schneefall muss man das geliebte Spiel vertagen. Daneben können niedrige Temperaturen die eigene Gesundheit unnötig beeinträchtigen. Schließlich – das ist in Zeiten knapper Stadtkassen leider allgegenwärtig – sind viele öffentliche Fussballplätze in einem schlechten Zustand.

Der moderne Indoor Soccer findet nicht in der Turnhalle statt

Die Antwort auf jene Kehrseiten ist der Indoor Soccer. Wer sich mit dem Thema beschäftigt, wird diese Sportart schnell vom klassischen Hallenfussball zu unterscheiden wissen. Letzterer fand und findet nach wie vor allem in der Turnhalle statt. Hierbei spielen Sie auf einem vergleichsweise harten Boden. Der moderne Indoor Soccer findet dagegen immer häufiger in speziell konzipierten Anlagen statt. Solche Spielstätten sind häufig mit einem weichen Kunstrasen ausgelegt. Davon profitiert die Optik, aber auch der Spielkomfort: So kann gerade der Keeper seine Flugparaden ausführen, ohne Angst um seine Gelenke zu haben.

Eine noch vergleichsweise junge Erscheinung

Während solche Indoor Soccer-Hallen ganz klar auf dem Vormarsch sind, findet der klassische Hallenfussball auch weiterhin statt. Der Trend hielt in Deutschland zu Beginn der 1970er Jahre Einzug. Damals begannen vor allem Jugend- und Amateurmannschaften mit dem Kick im Gebäude. Das erste offiziell reglementierte Hallenfussballturnier auf deutschem Boden fand im Januar 1971 in der Berliner Deutschlandhalle statt. Am Ende ging der Gastgeber Hertha BSC als Sieger hervor.

Der Indoor Soccer ist schneller und dynamischer

Ganz gleich ob Sie nun dem klassischen Hallenfussball oder dem modernen Indoor Soccer frönen, sollten Sie sich mental auf das Spiel einlassen. Viele passionierte Fussballer scheuen den Gang in die Turnhalle, weil sie beispielsweise weniger Platz bietet als eine Spielstätte im Freien. Doch gerade das macht das Thema Indoor Soccer so spannend: Das Spiel ist schneller, dynamischer, häufig auch etwas härter. Amateure und Profis müssen ihr Agieren entsprechend umdenken, mehr Agilität an den Tag legen und ihre Technik schärfen.

Hallenfussball ist mittlerweile klar reglementiert

Beim Indoor Soccer gelten grundsätzlich dieselben Regeln wie im klassischen Fussball. Das offizielle FIFA-Reglement wird hierzulande von den einzelnen DFB-Landesverbänden aber stellenweise abgewandelt, um den Facetten der Turnhalle beziehungsweise der Indoor Soccer-Anlage besser gerecht zu werden. In der Regel hat jede Mannschaft sechs Spieler, was aber je nach Anlagengröße variieren kann. Geschossen wird auf 5 x 2 Meter große Tore. Nach offiziellen DFB-Regeln werden 2 x 12 Minuten pro Spiel absolviert. Pro Spieltag und Mannschaft sind maximal 180 Minuten Spielzeit vorgeschrieben. Die Tatsache, dass der Hallenfussball in Deutschland längst professionell reglementiert ist, spricht am Ende des Tages für den hohen Stellenwert des einstigen Nischentrends.