Bei keiner anderen Sportart in Deutschland ist die Bedeutung des Profisports so groß wie im Fußball. Und in keiner anderen Disziplin gibt es mehr Menschen, die mit der sportlichen Betätigung ihren Lebensunterhalt verdienen. Millionengehälter werden zwar nur in der ersten Liga und in Ausnahmefällen in der zweiten Liga erreicht. Doch auch in tieferen Klassen bezahlen viele Vereine ihren Leistungsträgern durchaus ansehnliche Summen.

 

Bundesliga begeistert Millionen Fans

Wer im Fußball über Profisportler spricht, der denkt natürlich zu allererst an die Bundesliga. Diese höchste deutsche Liga gibt es seit dem Jahr 1963. Seither wird alljährlich der Deutsche Meister ermittelt. Den allerersten Titel gewann der 1. FC Köln in der Saison 1963/64, die meisten Titel errang der FC Bayern München. 18 Mannschaften spielen in der Bundesliga, und in den Mannschaften agieren ausschließlich Profisportler. Das bedeutet: Fußball ist ihr Beruf. Statt ins Büro gehen die Fußballprofis jeden Tag zum Training auf den Platz, an den Wochenenden stehen die Spiele an. Jede Begegnung wird von Zehntausenden Zuschauern im Stadion und Millionen Fans an den Bildschirmen verfolgt. Entsprechend interessant ist der Profifußball für die Werbeindustrie. Große Unternehmen zahlen hohe Summen, um mit ihrer Werbung im Stadion und auf den Trikots der Spieler vertreten zu sein. Auch die Fernsehsender machen viel Geld locker, um sich die Übertragungsrechte für die Bundesliga sowie für internationale Wettbewerbe zu sichern. Denn sie wissen: Fußball bringt gute Quoten und lockt die Werbekunden magisch an.

 

Vom Jugendspieler zum Millionär

Viele Fußballprofis werden schon in sehr jungen Jahren zu Millionären. Insbesondere dank der Fernsehrechte und der Einnahmen aus Werbeverträgen steht den großen Fußballvereinen viel Geld zur Verfügung. Wirklich gute Spieler erhalten Gehälter von mehreren Millionen Euro pro Jahr. Der Traum vom schnellen Reichtum durch Leistung kann im Profisport also tatsächlich Wirklichkeit werden. Allerdings müssen außergewöhnliches Talent, viel Fleiß und auch eine Portion Glück zusammenkommen. Von einer Karriere als Profifußballer träumen Hunderttausende jugendliche Kicker – doch nur die wenigsten schaffen es tatsächlich bis ganz nach oben.

 

Profisport in den unteren Ligen

Wo der Amateurbereich endet und der Profisport beginnt, ist im Fußball nicht ganz eindeutig zu sagen. Nach der offiziellen Definition handelt es sich bei der ersten, zweiten und dritten Liga um Profiligen. Hier agieren also Fußballprofis, die ihren Lebensunterhalt mit Fußballspielen bestreiten. Vereine mit einer entsprechenden Finanzstärke bezahlen ihren Spielern aber oft auch in tieferen Ligen ein Gehalt. Manchmal handelt es sich nur um ein „Zubrot“, manchmal aber auch um einen vollwertigen Lohn, der zum Leben reicht. Manche Clubs bieten ausgewählten Kickern auch Verträge als Spielertrainer an. Diese Kicker spielen dann nicht nur selbst in ihrer Mannschaft, sondern trainieren auch weitere Teams. Da sie keinem anderen Beruf nachgehen, sind auch diese Spielertrainer Fußballprofis. Von den Millionengagen der Stars in der Bundesliga können sie jedoch nur träumen.