Ein guter Torwart ist für eine Fußballmannschaft viel wert. Selbst wenn im Mittelfeld der Ball verloren geht und die Abwehr einen gegnerischen Angriff nicht stoppen kann, bewahrt ein starker Keeper sein Team oft vor einem Rückstand. Schnelle Reflexe, Talent und gute Beweglichkeit sind für einen erfolgreichen Torwart unerlässlich. Doch nur regelmäßiges und effektives Torwarttraining ermöglicht auf Dauer echte Höchstleistungen. Dabei geht es um weit mehr als „nur“ den Muskelaufbau und die Schulung der Reaktionsfähigkeit.

 

Übersicht und Konzentration

Der wichtigste Einsatzort des Torwarts beim Fußball ist der Bereich im Tor und unmittelbar davor. Ein guter Keeper bleibt aber keineswegs unbeweglich auf einem Punkt stehen, sondern er agiert wie ein elfter Feldspieler. Das kann bedeuten, dass er bei einem Angriff den Strafraum verlässt und eine aktive Rolle in der Abwehr oder im defensiven Mittelfeld übernimmt. Ebenso schnell muss er allerdings auch wieder zum Tor zurückkehren, wenn die gegnerische Mannschaft einen Konter startet. Ein aktiver Torwart, der für die defensiven Spieler als Anspielstation zur Verfügung steht, ist für seine Mannschaft sehr wertvoll. Er muss das Spielgeschehen aufmerksam verfolgen und die nächsten Schritte seiner Mitspieler sowie der gegnerischen Akteure „voraussehen“. Dazu ist volle Konzentration über die gesamten 90 Minuten erforderlich. All das sind Fähigkeiten, die im Torwarttraining geübt werden können. Je mehr Erfahrungen ein Torwart im Spielbetrieb sammeln kann, desto mehr wächst er in seine wichtige Rolle hinein.

 

Beinarbeit und Sprungkraft

Auch an die körperliche Leistungsfähigkeit des Torwarts werden beim Fußball hohe Ansprüche gestellt. Er muss insbesondere in der Lage sein, sich sehr schnell von einem Ort zum anderen zu bewegen – wenn er zum Beispiel einen Schuss in die rechte Hälfte des Tores erwartet, der gegnerische Stürmer dann aber nach links zielt. Eine aktive Beinarbeit mit ständig federnden Schritten macht es dem Torwart wesentlich leichter, schnell die Position zu wechseln. Die Beinarbeit und die Stärkung der Beinmuskulatur spielen deshalb beim Torwarttraining eine große Rolle. Spezielle Übungen gibt es auch für die Steigerung der Sprungkraft. Beim Sprung in Richtung Latte machen oft wenige Zentimeter den Unterschied aus zwischen einer umjubelten Glanzparade und einem Treffer des Gegners.

 

Den Ball sicher fangen lernen

Ein weiteres bedeutsames Element des Torwarttrainings beim Fußball sind Übungen zum Fangen des Balls. Auch aus einer sehr ungünstigen Position heraus sollte der Torwart in der Lage zu sein, das Leder zu fangen und sicher zu kontrollieren. Nur im äußersten Notfall sollte er den Ball zur Seite oder übers Tor „boxen“. Übungen, mit denen das Fangen im Flug, im Liegen, beim Laufen und in vielen anderen Situationen trainiert wird, sind deshalb fester Bestandteil des Torwarttrainings.