Der Trainer hat beim Fußball eine sehr wichtige Aufgabe. Er formt aus talentierten Spielern ein komplettes Team, in dem sich jeder einzelne Sportler mit seinen jeweiligen Stärken optimal entfalten kann. Der Trainer legt die Aufstellung und die taktischen Leitlinien fest, er motiviert seine Mannschaft und treibt sie zu Höchstleistungen an. Vieles von dem, was einen wirklich guten Trainer ausmacht, kann man erlernen.

 

Technik und Taktik

Viele Teams spielen gut Fußball – doch während einige von Sieg zu Sieg eilen, erleiden andere immer wieder Niederlagen. Den Unterschied macht nicht nur, aber auch der Trainer aus. Es ist eben kein Zufall, dass bei einer anhaltenden sportlichen Misere in der Bundesliga früher oder später öffentlich die Trainerfrage gestellt wird. Wenn ein Erstliga-Club fünf, sechs oder mehr Niederlagen in Folge einstecken muss, dann heißt es: Der Trainer erreicht die Mannschaft nicht mehr, er kann sie nicht mehr zum Erfolg führen. Es muss also der Coach gehen - und nicht etwa der glücklose Torwart, der schwache Abwehrspieler oder der torlos gebliebene Stürmer. Ein Trainer muss seine Mannschaft immer wieder neu anspornen und ihr Mut geben können. Ebenso wichtig ist aber die Wahl der richtigen Taktik. Es gilt, ein Spielsystem zu finden, das optimal auf den Gegner abgestimmt ist und das dessen Schwächen ausnutzt. Um auf jede Situation richtig reagieren zu können, muss ein Trainer beim Fußball deshalb eine Menge von Taktik verstehen. Gerade für Jugendtrainer ist es außerdem sehr wichtig, dass sie möglichst viele technische Tricks kennen – vom Dribbling bis zum Hackentrick. Mit diesem Wissen kann der Trainer aus Kindern und Jugendlichen versierte Fußballer formen, die im Laufe der Jahre große Erfolge erzielen.

 

Trainerlizenz erwerben

In Deutschland gibt es rund 165.000 Fußballmannschaften. Sie alle brauchen einen Trainer. Die Bandbreite reicht dabei vom Spielertrainer über den ambitionierten Freizeitcoach bis hin zum professionellen Trainer in den höheren Ligen. Am Anfang der Trainerkarriere steht in der Regel eine fundierte Ausbildung. Die Absolventen lernen alles über Fußballregeln, Spielsysteme und Taktik. Außerdem wird ihre Kompetenz im Umgang mit Kindern und Jugendlichen gefördert, wenn sie im Jugendbereich arbeiten wollen. Gerade hier sind gewisse pädagogische Fähigkeiten beinahe ebenso wichtig wie technische Raffinesse. Das Ausbildungssystem des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sieht für Trainer verschiedene Lizenzen vor, von der „C“- bis zur „A“-Lizenz. Die C-Lizenz, die fortan auch als 1. Lizenzstufe bezeichnet wird, berechtigt zur Trainertätigkeit im Breitensport. Daneben gibt es die 2. Lizenzstufe mit dem Zusatz „DFD-Elite-Jugend-Lizenz“ sowie den „Trainer A“. Außerdem kennt das Ausbildungssystem des DFB noch den „Fußball-Lehrer“ als höchste Stufe. Hier gehört schon zur Ausbildung ein Praktikum in der Bundesliga, und der Lehrgang erstreckt sich über gut zehn Monate. Doch auch der „Einstieg“ als Trainer mit der C-Lizenz ist keineswegs ein „Spaziergang“. Selbst in diesem Fall müssen rund 120 Unterrichtseinheiten sowie verschiedene Prüfungen absolviert werden.